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Präsidiumsbeirat BSB

Rechnungsergebnis 2016 und Haushalt 2018 einstimmig verabschiedet

Vortrag zur Spitzensportreform von LSV-Hauptgeschäftsführer Ulrich Derad beim Präsidiumsbeirat des Badischen Sportbundes Freiburg in Bad Krozingen-Hausen

Die Verabschiedung des Rechnungsergebnisses 2016 sowie des Haushalts für das Geschäftsjahr 2018 sowie ein Vortrag zum Thema Spitzensportreform standen im Mittelpunkt des alljährlich stattfindenden Präsidiumsbeirats des Badischen Sportbundes Freiburg in Bad Krozingen-Biengen.

Alle Abstimmungen erfolgten einstimmig und wurden von Haupt- und Ehrenamt des BSB, der bsj und der Sportschule Steinbach im Vorfeld so transparent dargestellt, dass es zu keinerlei Nachfragen kam. BSB-Präsident Gundolf Fleischer ging in seinem Rechenschaftsbericht u. a. auf die folgenden Themen ein: Er nannte eine überaus positive Entwicklung der Mitgliederzahlen der letzten Jahre und verwies darauf, dass der mit der Landesregierung abgeschlossene Solidarpakt III nun erstmals Wirkung zeige, so für die Vereine insbesondere bei der Erhöhung der Übungsleiter-Zuschüsse von 1,80 auf 2,50 Euro. Allerdings sei der Konflikt mit den Volkshochschulen noch immer nicht gelöst. Diese würden weiterhin in größerer Zahl an den Sportschulen ausgebildeten Übungsleiter abwerben und bei sich für einen weitaus höheren Stundensatz beschäftigen. „Auch im Sportstättenbau standen im letzten Jahr mehr Mittel zur Verfügung. Rund 1,75 Millionen Euro musste der BSB hiervon in die dringend notwendige Instandsetzung der Halle 2 der Sportschule in Steinbach investieren.

„Erfreulich für die Verbände ist, dass wir im Präsidium für das Jahr 2018 beschlossen haben, die Sockelbeträge um 33.000 Euro zu erhöhen. Diese kommt insbesondere den kleinen und mittelgroßen Verbänden zugute“, so Fleischer weiter. Ebenso ging er ein auf die großen Anstrengungen des Sportbundes bei der Integration von Flüchtlingen in südbadische Vereine. „Nachdem wir hier zwei Jahre lang vor allen Dingen eine quantitative Förderung betrieben haben und dies auch weiter tun wollen, gehen wir jetzt auch in die qualitative Förderung. Dies insbesondere dadurch, dass wir interessierte Flüchtlinge an der Sportschule weiterbilden, sodass diese auch selbst in der Lage sein werden, Sportgruppen zu unterrichten.“ Fleischer wies jedoch darauf hin, dass er größten Wert darauf lege, dass die Flüchtlinge im Rahmen der Integration in die Vereine auch gewillt sein müssen, sich bestmöglich an die deutsche Kultur, und im Falle des Sports an das deutsche Vereinswesen zu integrieren. Des Weiteren erwähnte der BSB-Präsident eine neue Initiative im Bereich der Freiwilligendienste. Hier wolle man mit Unterstützung von hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Landessportverbandes nunmehr offensiv an die Vereine herangehen und diese von den Vorteilen der Freiwilligendienste überzeugen. „Denn Fakt ist, dass wir in Südbaden mit gerade einmal nur 16 Prozent unterrepräsentiert sind. Was bisher damit zu erklären ist, dass Vereine insbesondere in den städtisch geprägten Ballungszentren um Stuttgart oder Rhein-Neckar sich dieses Angebots annehmen. Hier müssen wir im ländlich geprägten Südbaden nun auch verstärkter aktiv werden.“

 

Vortrag von Ulrich Derad

Im Anschluss an den Bericht des Präsidenten sowie der erwähnten Verabschiedung der Rechnungsergebnisse und Haushalte erläuterte Ulrich Derad, der Hauptgeschäftsführer des Landessportverbandes Baden-Württemberg, die Auswirkungen der Leistungssportreform des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) auf Baden-Württemberg. Derad erklärte anhand von Zahlen und Tabellen die Gründe für den DOSB, diese Reform vor drei Jahren anzustoßen. Das Ziel sei eine erhöhte Athleten- und Trainerfokussierung durch eine höhere Konzentration und bessere Steuerung der vorhandenen Mittel. Baden-Württemberg, so Derad, sei Vorreiter bei der Umsetzung auf Länderebene. Dies insbesondere bei der Umstrukturierung der Olympiastützpunkte, wo man sich vor allen Dingen auf einen einzigen Leitungsstab geeinigt habe. „Gerade vor zwei Wochen bei der DOSB-Mitgliederversammlung in Koblenz wurde unser baden-württembergischer Weg, nicht zuletzt von DOSB-Präsident Alfons Hörmann, gelobt. Wir sind hier auf einem sehr sehr guten Weg, und ich darf an dieser Stelle hier in Bad Krozingen vor allen Dingen auch Gundolf Fleischer für dessen großes Engagement bei der Umsetzung dieser Reform danken“, so Derad, der seinen Vortrag zusammenfasste mit dem Satz: „Wir gehen nicht hinterher, sondern laufen voraus in Baden-Württemberg“. Allerdings mahnte er die Fachverbandsvertreter an, auf allen Ebenen für eine noch stärkere Finanzierung des Leistungssports einzutreten.

 

 

Wortmeldungen zur Beitragsstruktur

Punkt Sonstiges gab es sodann noch Nachfragen des Turn-Präsidenten Gerhard Mengesdorf und des Badminton-Präsidenten Bernhard Mai bzgl. der in Südbaden unterschiedlichen Beitragsstruktur gegenüber Nordbaden und Württemberg. In seiner Antwort verwies Fleischer auf gültige Beschlüsse und Voten, eine weitere Einberufung der Kommission, welche im Juli getagt habe, mache nur dann Sinn, so der BSB-Präsident, wenn neue Fakten auf dem Tisch lägen. Ein Protokoll der Sitzung solle bald möglichst noch erstellt werden.

 

 

 

Hohe Ehrung für Dr. Sven von Ungern-Sternberg

An den früheren südbadischen Regierungspräsidenten wurde die Fredy-Stober-Medaille verliehen. Weitere fünf Ehrungen von verdienten Funktionsträgern und Trainern

 

Dr. Sven von Ungern-Sternberg, von 1999 bis 2007 Regierungspräsident in Südbaden, wurde im Rahmen des Präsidiumsbeirats die Fredy-Stober-Medaille verliehen. In seiner Laudatio würdigte BSB-Präsident Gundolf Fleischer, dass das Thema Sport für Herrn von Ungern-Sternberg stets ein ganz besonders wichtiges Anliegen in seiner Amtszeit gewesen sei.

Er habe den Sport und die hohe gesellschaftspolitische Bedeutung seiner Organisationen für die Region von Anbeginn an wertgeschätzt und unterstützt. Damit stand er in der Tradition seiner ebenfalls äußerst sportorientierten Amtsvorgänger Dr. Hermann Person, Dr. Norbert Nothhelfer und Dr. Conrad Schroeder. Herr Dr. von Ungern-Sternberg hat dabei einen ganz besonderen Akzent auf die öffentliche Würdigung der Leistungen der Sportler, Vereine und Verbände gesetzt. Das Herzstück dieser Bemühungen ist der „Südbadische Sportlerempfang“: Diesen habe er 1999 zusammen mit Fleischer aus der Taufe gehoben. Zuvor gab es zwar schon kleinere, anlassbezogene Ehrungen von Wintersportlern. Die erste gemeinsame Ehrung von Regierungspräsidium, BSB und OSP im Oktober 1999 für alle erfolgreichen Sportler Südbadens war in dieser Form aber ein absolutes Novum und ist bis heute in Baden-Württemberg einzigartig und eine echte Erfolgsgeschichte.

Von Ungern-Sternberg habe bei schwierigen Zielkonflikten mit anderen Bereichen im Regierungspräsidium, wie etwa Umwelt, Verkehr oder Finanzen stets darauf geachtet, dass die Interessen des Sports nicht zu kurz kommen. Er hat mehrfach wichtige Akteure in den Basler Hof eingeladen, um sportpolitische Themen der Region zu unterstützen. Zudem hat er bei zahlreichen Veranstaltungen die Schirmherrschaft und Stiftung von Ehrenpreisen übernommen. „Noch viel gäbe es zu erwähnen, aber es steht zweifelsfrei fest, dass sich Dr. Sven von Ungern-Sternberg besondere Verdienste um den Sport erworben hat. Der Badische Sportbund Freiburg ehrt ihn für seine Verdienste mit der Fredy-Stober-Medaille“, so Gundolf Fleischer.

Zudem gab es folgende weitere Ehrungen: Franz-Jürgen Zaiser (Judo, Ehrenmedaille in Gold), Klaus Dieter Günther (Rudern, Ehrenmedaille in Gold), Günther Hasenfratz (Fußball, Ehrenmedaille in Gold), Herbert Strumberger (Judo, Ehrennadel in Silber).


Die Geehrten von links: Franz-Jürgen Zaiser, Herbert Stromberger, BSB-Präsident Gundolf Fleischer, Günther Hasenfratz, Dr. Sven von Ungern-Sternberg und Klaus-Dieter Günther


BSB-Präsident Gundolf Fleischer (links) und Dr. Sven von Ungern-Sternberg

 

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